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Nadine Hammerschmidt : „Landesweite Artenkartierung von Amphibien und Reptilien in Baden-Württemberg“

Unsere Referentin ist am Naturkundemuseum Stuttgart tätig und stellt uns das bereits seit 2014 laufende Projekt „Landesweite Artenkartierung – LAK“ vor.

Wo gibt es Zauneidechsen oder Blindschleichen, wo Grasfrösche oder Teichmolche? So einfach sind Reptilien und Amphibien nicht zu finden. Man muss ihre Lebensräume kennen sowie über ihre jahres- und tageszeitlichen Aktivitätsmuster Bescheid wissen und dann gezielt auf Suche gehen. Flächendeckende Bestandsaufnahmen eines ganzen Landes sind deshalb sehr aufwendig.

Für die seit 2014 laufende LAK wurde das Bundesland Baden-Württemberg in 1.581 Rasterfelder von je 5×5 km aufgeteilt. Über 1.100 dieser 25 km²-Felder sind inzwischen schon vergeben: an einen der über 540 lokalen Naturschützer oder an Ortsgruppen von Naturschutzverbänden, die hier die Verantwortung übernehmen. Wer weiß über Biotope und Bestände besser Bescheid als die lokalen Artenkenner! Zwar geht es bei der Kartierung „nur“ um Plus oder Minus – ist die Art im Raster präsent oder nicht – und nicht um weitergehende quantitaive Erfassungen. Trotzdem lassen sich hier, auch im Vergleich mit früheren Erhebungen, schon weitreichende Schlüsse ziehen.

Das Projekt LAK bietet spannende Einblicke in die einheimische Reptilien- und Amphibienfauna.