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Dr. Joachim Nerz: Guatemala, klein aber fein – Herpetologische Eindrücke aus Mittelamerika

Trotz einer relativ kleinen Fläche von knapp über 100.000 Quadratkilometern ist Guatemala ein sehr interessantes Reiseziel. Bedingt durch seine Lage zwischen zwei Kontinenten findet man dort zoogeographische Einflüsse sowohl aus Nord- als auch aus Südamerika.

Die günstige Lage und die große Diversität an Habitaten schlagen sich auch in der Artenvielfalt der dortigen Amphibien und Reptilien nieder.

An der pazifischen Küste weist Guatemala einen steilen Anstieg bis hin zu den höchsten Gipfeln des Tajamulco mit 4220 Metern ü. M. auf. Außerdem gibt es neben tropischen Wäldern durchaus auch aride Gebiete im Motagua Valley.

Vor allem bei Salamander-Forschern war Guatemala in den 70iger Jahren ein beliebtes Reise- und Untersuchungsgebiet, weshalb viele neue Arten entdeckt wurden.

Da in der Zwischenzeit die Individuenzahl fast aller Arten durch Faktoren wie zum Beispiel Habitatverlust oder das Auftreten des Chytridpilzes besorgniserregend zurückgehen, kostet es viel Zeit und Ausdauer, um einzelne Tiere zu finden.

Doch die einzigartige Schönheit einiger Arten entschädigt für manch schlaflose Nacht im Feld.