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Dr. Axel Kwet: „Anden, Karibik und Chocó – Vielfalt im Norden Kolumbiens“

Kolumbien ist nach Brasilien das bevölkerungsreichste und zugleich eines der vielfältigsten Länder Südamerikas. Aufgrund seiner Lage im Nordwesten des Kontinents ist es von extrem unterschiedlichen Landschaftstypen geprägt, die von feucht-tropischen Regenwäldern bis in die andine Gletscherzone reichen. Kolumbien zeichnet sich daher durch eine sehr hohe Artenvielfalt aus. So besitzt das Land weltweit die zweithöchste Artendiversität bei Amphibien, die vierthöchste bei Reptilien. Im Rahmen einer Kolumbienreise wurden vor allem die nördlichen und nordwestlichen Landesteile besucht. Neben der andinen Region mit ihren teils noch aktiven Vulkanen standen das karibische und das pazifische Küstentiefland im Fokus.

Im Mittelpunkt des Vortrags stehen neben Land und Leuten vor allem die verschiedenen Lebensräume mit ihrer typischen Flora und Fauna. Die Reise führte von der hoch gelegenen Hauptstadt Bogotá zunächst nach Norden, über die östliche Andenkette der Cordillera Oriental an die Karibikküste zur Sierra Nevada de Santa Marta, das höchste Küstengebirge der Welt mit dem bekannten Tayrona-Nationalpark. Von dort ging es über die prächtige koloniale Altstadt von Cartagena de Indias in die zentral gelegene Kaffeezone und in die einzigartige Landschaft des Páramo am 5.300 m hohen Nevado del Ruiz, dem zweithöchsten aktiven Vulkan der nördlichen Erdhalbkugel, dessen katastrophaler Ausbruch 1985 zum Tod von 22.000 Menschen geführt hat. Die Fahrt endete schließlich mit einem Abstecher in den abgelegenen Biodiversitäts-Hotspot des heißen, extrem feuchten Chocó-Regenwalds an der Pazifikküste Kolumbiens, mit der Beobachtung von Buckelwalen als letzten Höhepunkt.